Rettung der eingeschlossenen Minenarbeiter

Live Ticker des Tages-Anzeigers

  • 14.42 Uhr: 
    Der gesundheitlich angeschlagene Jorge Galleguillos Orellana geht nun zum Medizinal-Check.
  • 14.35 Uhr: 
    Um ihn machten sich die Ärzte besonders viele Sorgen: Jorge Galleguillos Orellana – der elfte Mineurs, der soeben gerettet wurde. Der 56-Jährige leidet unter Bluthochdruck und ist untertags durch seine labile Gesundheit aufgefallen.
  • Zwischenstand: 
    Bis zum Nachmittag wurden zehn Männer geborgen und mit Freudentränen und hellem Jubel von Angehörigen und Helfern begrüsst. Auch Staatspräsident Sebastián Piñera und seine Frau freuten sich mit. Alle seien bei gutes Gesundheit, teilte Gesundheitsminister Jaime Manalich nach Bergung des achten Mannes mit. Keiner habe besondere Medikamente gebraucht, nicht einmal ein Diabetiker.
  • 14.17 Uhr: 
    Soeben der Kapsel zugestiegen ist Jorge Galleguillos Orellana. Der 56-Jährige leidet unter Bluthochdruck und gilt als komplizierter medizinischer Fall.
  • 14.08 Uhr: 
    Da die Rettungskapsel entgegen der Erwartungen nicht rotiere, gehe die Bergung der Männer schneller vonstatten als zunächst angenommen, sagte Manalich. Die Bergungsaktion, die in der Nacht begann, läuft bislang reibungslos. Tausende Menschen haben sich vor der Mine San José versammelt, um die geretteten Bergleute zu empfangen. Noch warten 23 Männer in der Tiefe auf ihre Rettung.
  • 13.51 Uhr: 
    Alex Vega Salazar, ein 31-jähriger Notarzt, ist nun gerettet. Er wirkt recht abgeklärt und die Reaktionen der Angehörigen sind etwas verhaltener als bei seinem Vorgänger. Die Freude über die Rettung ist natürlich auch bei ihm sehr gross. Er umarmt seine Frau, die er nun nach 60 Tagen zum ersten mal sieht.
  • 13.40 Uhr: 
    Bei der Rettungsaktion in Chile sind bisher 9 der 33 Bergarbeiter gerettet. Zuletzt wurde der älteste der Gruppe geborgen: Mario Gómez ist mit 63 Jahren auch der erfahrenste der Verschütteten. Er arbeitete bereits seit dem 12. Lebensjahr im Bergbau. Gómez fiel nach seiner Rettung vor Dankbarkeit auf die Knie und dankte Gott für seine Rettung. Danach umarmte er seine Frau. Wegen seiner Staublunge war er schon vor dem Unglück Anfang August in ärztlicher Behandlung.
  • 13.24 Uhr: 
    Nummer 10: Als nächster soll Alex Vega Salazar gerettet werden. Der Vater des 31-Jährigen ist Notarzt und änderte seinen Namen, um bei der Rettung zu helfen. Eigentlich dürfen Familienangehörige nicht mitmachen.
  • Fénix 2: 
    Die Rettungskapsel mit dem spanischen Namen «Fénix 2» (»Phönix») ist eine von drei Kapseln, die von Ingenieuren der chilenischen Marine mit Unterstützung der US- Weltraumbehörde NASA gebaut wurden. In ihrer Form ähneln sie langen, angespitzten Zigarren. «Fénix 2» hat einen Durchmesser von 53 Zentimetern. Der Schacht, durch den sie fährt, ist 66 Zentimeter breit. Sie ist mit Mikrofon, Lautsprecher und Flaschen zur Versorgung mit Atemluft ausgestattet.
  • 13.09 Uhr: 
    Seiner Frau Lyla hatte Gómez untertags versprochen, dass er die Tragödie überstehen werde.
  • 13.03 Uhr: 
    Mario Gómez ist wohlauf an der Oberfläche angekommen: Der 63-Jährige posiert als erstes mit der chilenischen Landesflagge und fällt anschliessend seiner Frau in die Arme.
  • 12:54 Uhr: 
    An der linken Hand hat Mario Gómez nur noch drei Finger. Zwei hatte er bei der Arbeit verloren. Während den letzten Wochen entwickelte er sich gemäss «CNN» zum «spiritual leader» der Gruppe.
  • 12:51 Uhr: 
    Mario Gómez – der älteste Mineur – hat eine der grössten Anhängerschaften, die auf ihn wartet. In wenigen Minuten kommt es zum Zusammentreffen.
  • 12:48 Uhr: 
    In wenigen Minuten wird auch Gómez das Tageslicht erblicken: 69 Tage musste er auf diesen Moment warten. Seine Familienmitglieder unterhalten sich angeregt.
  • 12.36 Uhr: 
    Aktuell besteigt Mario Gómez Heredia die Kapsel: Er ist mit 63 Jahren der Älteste der Gruppe.
  • Zusammenfassung 
    Freudentaumel in Chile: Die ersten Kumpel sind nach mehr als zwei Monaten in dunkler Tiefe wieder an der Oberfläche. Nach dem längsten Grubendrama der Geschichte lief die Rettung in der Nacht zu Mittwoch wie am Schnürchen. Kurz nach 12 Uhr mitteleuropäischer Zeit waren acht der 33 Bergleute gerettet. Die Fahrt in der engen Kapsel aus mehr als 600 Metern Tiefe überstanden sie gut. Oben warteten neben einer jubelnden Menge und den engsten Angehörigen auch Chiles Präsident Sebastián Piñera. Als erster der 33 verschütteten Männer war Florencio Ávalos um kurz nach Mitternacht Ortszeit (05.10 Uhr MESZ) mit der engen Rettungskapsel aus dem unterirdischen Gefängnis befreit worden. Es folgten Mario Sepúlveda und Juan Illanes. Danach kletterte der einzige Nicht-Chilene, Carlos Mamani aus Bolivien, aus der Kapsel. Es folgte der Jüngste der Gruppe, Jimmy Sánchez. Der 19-Jährige wirkte anders als die Geretteten zuvor sichtlich angeschlagen.
  • 12.09 Uhr: 
    Der achte Mineur Claudio Yáñez Lagos darf nun sein Versprechen einlösen: Der 34-Jährige liess seiner Frau unter Tag mitteilen, dass er sie nach einer Rettung heiraten werde.
  • 12.04 Uhr: 
    Claudio Yanoz wird als achter Minuer gerettet: Auch er fällt glücklich in die Arme seiner Frau und Kinder. Die Sprecherin von «CNN» kommentiert die überbordenden Emotionen: «Das ist sehr schön. Das ist das einzige, um was es hier geht.»
  • 11.58 Uhr: 
    Obwohl die Rettungsarbeiten bisher reibungslos verliefen: Experten befürchteten ein Heisslaufen des Lifts oder Steinschlag. Das könnte bei der Bergung zu Verzögerungen führen.
  • 11.52 Uhr: 
    Die Kapsel bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund drei Kilometer pro Stunde. Aktuell auf Weg zur Rettung des achten Bergarbeiters.
  • 11.40 Uhr: 
    Das Rad dreht und dreht: Aktuell ist die Kapsel unterwegs um den achten Mineur zu retten. Die Distanz von der Oberfläche bis zu den verschütteten beträgt zweimal die Länge des Eiffelturms.
  • 11.30 Uhr: 
    Mario Sepúlveda Espina – der zweite gerettete Kumpel – sagte nach seiner Rettung: «Gott und Teufel haben um mich gekämpft. Gott hat gewonnen.» Der Kumpel gilt wegen seiner offenen und selbstsicheren Art als Sprecher der Truppe.
  • 11:24 Uhr: 
    Jose Ojeda Vidal ist jetzt an der Oberfläche: Er scheint gezeichnet, macht aber einen glücklichen Eindruck.
  • 11.04 Uhr: 
    Jose Ojeda Vidal steigt in die Kapsel. Bei ihm gehen die Rettungskräfte äusserst vorsichtig vor. Vidal gilt als Anführer unter den Bergleuten. Um seinen Gesundheitszustand machen sich aber viele sorgen.
  • 10:52 Uhr: 
    Ein Doktor äussert sich gegenüber CNN über den Gesundheitszustand der Mineure, die bisher geborgen wurden: «Sie sehen fantastisch aus. Sie sind alle bei guter Gesundheit.» Gespannt schaut man nun auf den siebten Mineur Jose Ojeda Vidal: Er leidet unter Diabetes.
  • 10:44 Uhr: 
    Nach sechs Bergungen darf eine positive Bilanz gezogen werden: Angehörige und auch die rund 1600 Journalisten aus aller Welt reagierten im Lager Esperanza bei der Mine San José mit Jubelschreien, Hochrufen, Beifall und Freudenausbrüchen auf jede neue Rettung. Auch bei Berichterstattern flossen die Tränen. Luftballons in den chilenischen Nationalfarben Rot, Weiss und Blau stiegen in den klaren Nachthimmel. «Die Erde hat einen Mann geboren», formulierte das chilenische Staatsfernsehen, als der erste Kumpel aus der engen Rettungskapsel «Fenix 2» stieg. «Das hat den chilenischen Traum erfüllt», sagte Präsident Piñera voller Stolz.
  • 10:37 Uhr: 
    Der sechste Bergarbeiter Osman Arayan kommt an der Oberfläche an. Der dreifache Familienvater scheint wohlauf zu sein. Der 30-Jährige wird gegenwärtig medizinisch versorgt.
  • 10.32 Uhr: 
    Juan Illanes – der dritte gerettete Mineur – schien die Rettung zu gefallen: Auf die Frage, wie die Fahrt denn gewesen sei antwortete er: «Wie eine Vergnügungstour.»
  • 10:27 Uhr: 
    Die Rettung von Osman Arayan läuft: Seine Frau wartet oben mit besorgtem Gesichtsausdruck.
  • 10.22 Uhr: 
    Als erstes retteten die Rettungkräfte die gesunden Mineure: Jetzt folgen die Geschwächten, die Bergarbeiter mit Gesundheitsproblemen.
  • 10.15 Uhr: 
    Die Kapsel «Fenix» steht bereit für die Rettung des sechsten Mineurs: Osman Araya.
  • 10.06 Uhr: 
    Die Aufregung in Chile während der Rettung ist gross: Im ganzen Land sollen gemäss «CNN» die Kirchenglocken läuten.
  • 9.58 Uhr: 
    Jimmy Sanchez – der jüngste der Mineure – sagte, er glaube, es sei Gottes Wille gewesen, dass er eine Weile unter Tage bleibe, um darüber nachzudenken, wie er sein Leben ändern könne. Er ergänzte, er habe nachgedacht, «und ich werde eine Menge ändern».
  • 9.54 Uhr: 
    Das Herunterlassen der Kapsel dauert rund 20 Minten. Das Hochziehen gut 15 Minuten. Noch warten 28 Bergarbeiter auf ihre Rettung.
  • 9.50 Uhr: 
    US-Präsident Barack Obama liess seine guten Wünsche übermitteln. Seine Landsleute seien in ihren Gebeten bei den Bergleuten und deren Familien, erklärte Obama.
  • 9.44 Uhr: 
    Grosse Altersspanne bei den Bergarbeiterin: der jüngste ist 18 Jahre alt, der älteste 63.
  • 9.35 Uhr: 
    Bilanz nach gut vier Stunden Rettungsarbeit: Fünf Mineure sind gerettet. Die Bergung des sechsten Bergarbeiters sind am laufen.
  • 9.26 Uhr: 
    Nach der Bergung müssen sich die Mineure jeweils einem rund zweistündigen Medizincheck unterziehen.
  • 9.23 Uhr: 
    Mario Sepulveda Espinace – der zweite gerettete Mineur – liess soeben verlauten, dass er seinen Beruf nach diesem Erlebnis nicht aufgeben möchte: «Ich bin stolz ein Bergarbeiter zu sein.»
  • 9.20 Uhr: 
    Die Freude über die Rettung ist nicht zu überhören: Jedes Mal wenn einer der Mineure an die Oberfläche kommt, erklingt eine laute Sirene.
  • 9.18 Uhr: 
    Die Kapsel wird für den sechsten Bergarbeiter in Stellung gebracht.
  • 9.14 Uhr: 
    Der jüngste aller Mineure wirkt glücklich aber gezeichnet. Der 18-Jährige wird von den Sanitätern davongetragen.
  • 9.10 Uhr: 
    Jimmy hat die Oberfläche erreicht. Er begrüsst seinen Vater.
  • 9.04 Uhr: 
    Jimmy hatte unter der Oberfläche mit mehreren Problemen zu kämpfen. Der 18-Jährige wird über die Rettung besonders glücklich sein. Er vermisste gemäss eigener Aussage das Küche seiner Mutter und seine Freundin. In gut fünf Minuten wird Jimmy seine Familie wiedersehen.
  • 8.58 Uhr: 
    Zum fünften Mal wird die Kapsel hochgezogen. Darin befindet sich Jimmy - der jüngste aller Mineure.
  • 8.52 Uhr: 
    Die Kapsel mit dem fünften Bergmann startet ihren Weg an die Oberfläche. In rund 15 Minuten sollte der jüngste aller Mineure gerettet sein.
  • 8:50 Uhr: 
    Die Freundin des 18-Jährigen, der aktuell gerettet wird, wirkt sehr aufgeregt. Für sie geht eine lange Leidenszeit zu Ende.
  • 8:46 Uhr: 
    Präsident Piñera bezeichnete die Rettungsaktion als «ohne Vergleich in der Geschichte der Menschheit». Bislang sei eine solche Rettung nicht versucht worden, sagte er nach der Rettung des ersten Bergmanns.
  • 8.40 Uhr 
    Das Fernsehen schwenkt immer wieder auf die Familienmitglieder, die aufgeregt aber glücklich der Rettung entgegenfiebern.
  • 8.36 Uhr: 
    Aktuell bewegt sich die Kapsel nach unten. 620 Meter in der Tiefe wartet der fünfte Bergarbeiter. Es handelt sich um den jüngsten aller Verschütteten: Er ist erst 18 Jahre alt.
  • 8.34 Uhr: 
    Vier Kumpel sind mittlerweile an der Oberfläche. Die Rettung des fünften Mannes ist am laufen.
  • 8.32 Uhr: 
    Die Rettungskapsel wiegt 450 Kilogramm. Sie soll alle 33 Minenarbeiter retten, die 69 Tage unter der Oberfläche verschüttet waren.
  • 8.30 Uhr: 
    Wenn die Bergarbeiter die Oberfläche erreichen, erwarten sie warme Temperaturen.
  • 8.27 Uhr: 
    Immer wieder schaltet die Kamera auf die Kumpel, die unten auf ihre Rettung warten. Sie machen einen geduldigen Eindruck.
  • 8.20 Uhr: 
    1500 Journalisten verfolgen die Rettungsaktion. Die Sonde für die Bergung des fünften Bergarbeiters wird jetzt heruntergelassen.
  • 8.09 Uhr: Vierter Kumpel gerettet 
    Carlos Mamani hat es geschafft: Er ist als Vierter dem Stollen entkommen.
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    Die Bergung verlangt von den Bergwerkarbeitern Einiges ab: Zum einen sind sie 15 bis 20 Minuten lang in der Kapsel eingepfercht, die einen Durchmesser von nur 54 Zentimeter hat. Zum anderen müssen sie einen Temperatursturz über sich ergehen lassen. In der Tiefe ist es zwischen 30 und 33 Grad warm. An der Erdoberfläche beträgt die Temperatur zu dieser Tageszeit 7 bis 8 Grad. Frappant ist auch der Druckunterschied. In 620 Metern Tiefe ist der Druck um 15 Prozent höher. Weiter müssen sich die Kumpel mit Sonnenbrillen vor dem für sie grellen Licht schützen – obwohl es in Chile noch Nacht ist.
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    Die Rettungskapsel verschwindet wieder im dunklen Loch, um den einzigen Nicht-Chilenen an die Erdoberfläche zu befördern: den 23-jährigen Bolivianer Carlos Mamani.
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    Die Freude der Chilenen kennt keine Grenzen. Sie singen, jubeln und skandieren «Chi Chi Chi, Le Le Le!»
  • 7.07 Uhr: Dritter Kumpel gerettet 
    Der dritte Mann ist heil an der Oberfläche: Der 52-jährige Juan Illanes wird frenetisch begrüsst. Er bedankt sich bei den Rettungskräften. Der Chilene wirkt abgekämpft, aber erleichtert.
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    Zwischen der ersten und der zweiten Rettung ist gut eine Stunde verstrichen. Noch warten 31 Bergleute sowie zwei Rettungsmänner unten. Die Aktion könnte somit noch bis zu 33 Stunden dauern.
  • 6.09 Uhr: Zweiter Kumpel gerettet 
    Die Sirene, welche die Ankunft jedes Kumpels ankündigt, ertönt zum zweiten Mal. Sepúlveda bejubelt seine Rettung noch ausgelassener als Francisco Avalos.
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    Die Kapsel kommt im Stollen an, die Kumpel jubeln wieder. Nun ist die Reihe an Mario Sepúlveda. Die Stimmung unter Tag ist gelöst, die Kollegen scherzen mit Sepúlveda und verabschieden ihn. Sepúlvedas Angehörige warten unterdessen sehnsüchtig.
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    Ein zweiter Retter wird in der Kapsel in die Tiefe gelassen.
  • 5.11 Uhr: Erster Kumpel gerettet 
    Die Kapsel ist oben angekommen, die Menge jubelt. Die Familie schliesst Francisco Avalos in die Arme, auch Präsident Piñera umarmt ihn. Danach kümmert sich das medizinische Personal um den Kumpel. Avalos trägt eine Sonnenbrille, obwohl in Chile Nacht ist. Jeder Kumpel muss vor der Fahrt nach oben eine Sonnenbrille anziehen, weil das Licht für die Männer selbst zu dieser Tageszeit zu grell ist.
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    Der erste Kumpel, wahrscheinlich Francisco Avalos, besteigt die Kapsel. Die Reise nach oben beginnt.
  • Retter kommt unten an 
    Manuel Gonzalez ist bei den eingeschlossenen Bergleuten angekommen. Die Kumpel jubeln, schütteln dem Retter die Hand. Zum ersten Mal seit 69 Tagen sehen sie ein neues Gesicht. In Copiapo beginnen die Leute auf der Strasse zu weinen. Gonzalez wird nicht wie ursprünglich angekündigt wieder hochgezogen. Stattdessen beginnt er, die Kumpel für die Reise zur Erdoberfläche zu instruieren.
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    Die Kapsel verschwindet in der Tiefe. «Stell dir vor, du seist am Strand!», ruft Gonzalez' Schwester ihrem Bruder nach. Chiles Präsident Sebastián Piñera klatscht.
  • Retter besteigt die Kapsel 
    Der Test war erfolgreich. Nun besteigt ein Mitglied des Bergungsteams, Manuel Gonzalez, die Kapsel. Gonzalez erntet Applaus von den Anwesenden. In einer halben Stunde soll er bei den Bergleuten sein. Gemäss ursprünglichem Plan handelt es sich um einen Testlauf. Gonzalez soll nicht unten bleiben, sondern wieder noch oben gezogen werden. Wenn auch dieser Test reibungslos verläuft, wird ein Arzt zu den in 620 Metern Tiefe ausharrenden Bergleuten geschickt. Er wird sie untersuchen und dann die endgültige Reihenfolge festlegen, in der die Eingeschlossenen gerettet werden.
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    Die Kapsel wird wieder hochgezogen, sie hat mehrere Kratzer abbekommen, ist aber noch ganz.
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    Die Kapsel wird erneut in die Tiefe gelassen, der chilenische Präsident Sebastián Piñera beobachtet das Manöver aus der Nähe.
  • Technische Probleme 
    Die leere Kapsel ist offenbar nur 17 Meter tief in die Erde vorgestossen. Sie wurde laut CNN wieder hochgezogen, weil die Gummiräder, welche das Konstrukt vor dem Drehen um die eigene Achse hindern sollen, nicht den gewünschten Effekt erbrachten. Die Räder dienen als Puffer zwischen der Kapsel und der Schachtwand. Die Einsatzkräfte versuchen nach wie vor, das Problem mit den Gummirädern zu beheben.
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    Die Vorbereitungen ziehen sich in die Länge. Mittlerweile ist es in Chile 22:30 Uhr. In Copiapo, der Stadt in der Nähe der Mine, sind die Menschen auf der Strasse. Sie schwenken chilenische Fahnen und warten auf Neuigkeiten vom Bergwerk.
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    Die Ingenieure justieren die Kapsel noch einmal. Sie wiegt 450 Kilo.
  • Letzte Trockenübungen 
    Die Kapsel verschwindet nun im Loch. Die Ingenieure bewegen sie auf und ab, vermutlich wollen sie testen, wie manövrierfähig das Konstrukt ist.
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    Die Kapsel wird langsam in das Loch eingeführt.
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    Vorarbeiter Luis Urzua soll als Letzter die Mine verlassen.
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    Mamani, Illanes, Sepúlveda und Avalos wurden ausgewählt, weil sie die physisch und psychisch fittesten Bergleute sind. Sollte es Probleme geben, können sie laut Gesundheitsminister Jaime Manalich am besten damit umgehen und später den Schwächeren sagen, wie sie diese meistern können. Danach werden die zehn Schwächsten heraufgeholt: Ein Mann leidet unter Bluthochdruck, eine anderer an Diabetes, andere haben Zahn- und Atemwegsinfektionen oder Hautverletzungen. Zum Schluss kommen wieder die psychisch und physisch am meisten belastbaren Kumpel an die Reihe.
  • Nr. 4: Carlos Mamani 
    Nach ihm ist der 23-jährige Bolivianer Carlos Mamani an der Reihe. Er ist der einzige Nicht-Chilene. Mamani hatte lediglich fünf Tage vor dem Unglück beim Bergwerk angeheuert.
  • Nr. 3: Juan Illanes 
    Als Dritter folgt der 52-jährige Juan Illanes. Möglicherweise wurde er gewählt, weil er militärische Erfahrungen hat.
  • Nr. 2: Mario Sepúlveda 
    Inzwischen ist bekannt geworden, wer nach Florencio Avalos aus der Tiefe gerettet wird: Als Zweiter ist der 39-jährige Mario Sepúlveda an der Reihe.
  • Prestigeprojekt für Chile 
    Die Rettungsaktion ist für Chile ein Prestigeprojekt. Gemäss einem CNN-Kommentator will das Land der Welt zeigen, wie gut organisiert es ist. Die Aktion katapultiere Chile in die erste Welt, sei verschiedentlich zu hören gewesen.
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    Der älteste der eingeschlossenen Arbeiter ist 63 Jahre alt, der jüngste 19. Offenbar ist es im Stollen zu Diskussionen gekommen, welcher der 33 Kumpel bis zuletzt ausharren soll. Es gilt als besondere Ehre, bis zum Schluss zu bleiben und den anderen den Vortritt zu lassen.
  • Francisco Avalos ist der Erste 
    Der erste Kumpel, der noch oben gebracht werden soll, ist Francisco Avalos. Der 31-Jährige wurde dafür ausgewählt, weil er einerseits zu den robustesten Kumpel gehört, andererseits, weil er über technisches Wissen verfügt, das bei der ersten Fahrt hilfreich sein könnte. Der 31-Jährige ist Vater zweier Kinder. Auch sein 29-jähriger Bruder Renan ist in der Mine gefangen.
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    Um einen Kumpel nach oben zu bringen, brauchen die Einsatzkräfte etwa 15 Minuten. Während der Fahrt in der engen Kapsel «Phönix» tragen die Kumpel Sauerstoffmasken. Sie stehen überdies per Funk mit dem Rettungsteam in Verbindung.
  • Bergung beginnt um 3 Uhr MESZ 
    Die letzten Tests vor der Rettungsaktion laufen. In etwa zwei Stunden sollen die ersten Retter in den Stollen hinunter geschickt werden.
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    Das Medieninteresse vor Ort ist gross. Die Rettungstruppen haben Grossleinwände aufgestellt, auf denen die Angehörigen und die Journalisten die Bergung verfolgen können. 1500 Medienschaffende aus 39 Ländern sind bei der Mine in der Atacama-Wüste.
  • Ausgangslage 
    Die Testläufe mit der Kapsel «Phönix» an der Mine in Chile sind erfolgreich verlaufen. Der Start der Rettungsaktion für die 33 Verschütteten steht damit unmittelbar bevor. Der erste Sanitäter soll am Dienstag um 20.00 Uhr Ortszeit (Mittwoch 1.00 Uhr MESZ) zu den Eingeschlossenen heruntergelassen, teilte die Regierung mit. Ursprünglich sollte die Aktion etwa um Mitternacht Ortszeit (5.00 Uhr MESZ) beginnen.